„Ich glaube – ich spinne“ so hat der Sprecherrat der Hochschulgemeinde das Sommersemester 2010 überschrieben. Auf den ersten Blick vielleicht eine ungute Feststellung. Sind wir als Glaubende Verrückte? Es kommt auf den Blickwinkel an: „ver-rückt“, also an einen anderen Platz gestellt, von dem aus wir eine neue Sicht auf die Welt haben, sind wir sehr wohl. Schon zur Zeit des Apostels Paulus wurde uns Christen Anderssein vorgeworfen, denn denen, die nicht zum Glauben kommen, ist das Wort vom Kreuz eine Torheit (vgl. 1 Kor1,18).
„Ich glaube – ich spinne“ macht außerdem den Gemeinschaftscharakter von Kirche deutlich. Ein Glaubender ist vernetzt, ist wie von einem gesponnenen Netz getragen und wird von ihm notfalls sogar aufgefangen. Wo immer ich in der Welt hinreise, wenn ich zu einer christlichen Gemeinde komme, bin ich kein ganz Fremder mehr. „Ich glaube – ich spinne“ kann aber auch einfach nur als Ausdruck des Erstaunens und der Überraschung verstanden werden. Wir hoffen, unser Programm enthält wieder viel Staunenswertes und Erfrischendes…
Ich wünsche Euch und Ihnen zusammen mit dem KHG-Team ein gelingendes Sommersemester
Dr. Thomas Groll Hochschulpfarrer